Die Grünkohl-Ernte in Schleswig-Holstein hat begonnen

Die Grünkohl-Ernte in Schleswig-Holstein hat begonnen. Zwar schmeckt Grünkohl nach landläufiger Meinung erst nach dem ersten Frost richtig gut. Das stimmt aber nicht mehr für die heute erwerbsmäßig angebauten neuen Sorten, wie die Landwirtschaftskammer mitteilte.


Grünkohl war im vergangenen Jahr mit einer Anbaufläche von 22,6 Hektar in Schleswig-Holstein nur eine Nischenkultur, «aber sehr beliebt», sagte Kammersprecherin Daniela Rixen. Die Daten für dieses Jahr werde das Statistikamt erst im Februar 2020 zur Verfügung stellen. Nach Einschätzungen der Landwirtschaftskammer dürfte die Ernte 2019 jedoch höher als 2018 ausfallen. «Niederschläge zur richtigen Zeit ließen den Grünkohl gut wachsen», sagte Rixen.


Im Anbau ist der Grünkohl im Vergleich zu anderen Kohlarten relativ anspruchslos. Er kann auch auf ungünstigeren Standorten mit gewissen Abstrichen erfolgreich angebaut werden. Wegen des schnellen Wachstums und der erst spät im Jahr einsetzenden Nachfrage lässt er sich gut nach anderen, früh geernteten Kulturen pflanzen.


In Schleswig-Holstein wird Grünkohl laut Landwirtschaftskammer schwerpunktmäßig für die Vermarktung über Wochenmärkte, Hofläden und den regionalen Einzelhandel angebaut. Bundesweit werden jährlich rund 20 000 Tonnen Grünkohl geerntet - hauptsächlich in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Dort läuft die Ernte bereits seit August, da dort das Gemüse teilweise zu Konserven verarbeitet wird.

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